

Blutdruck
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Informationen zum Blutdruck
Der Blutdruck ist der in Blutgefäßen herrschende Druck. Er ist abhängig von der Pumpkraft des Herzens, dem Zustand der Gefäße und der Menge des Bluts. Wenn der Druck dauerhaft zu hoch ist, werden über die Jahre die Blutgefäße geschädigt. Dann drohen Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall. Der Blutdruck wird mit zwei Werten angegeben. Als optimaler Blutdruck gilt ein Wert unter "120 zu 80". Der erste Wert gibt dabei den „systolische“ Blutdruck an. Dies ist der Druck, der beim Schlagen des Herzens erreicht wird. Der zweite Wert beschreibt den „diastolischen“ Blutdruck. Hierunter versteht man den Druck, der in den Schlagadern herrscht, während das Herz sich mit Blut füllt.
Bluthochdruck
Der Bluthochdruck (Hypertonie) ist ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck chronisch erhöht ist. Folgeschäden wie die die Herzkranzgefäße betreffende koronare Herzkrankheit und Schlaganfall zählen zu den Haupttodesursachen in Deutschland. Der Blutdruck gilt dann als erhöht, wenn der systolische Blutdruck höher als 140 mmHg oder der diastolische Blutdruck größer als 90 mmHg ist. Vorraussetzung für eine richtige Messung ist, dass man sich zuvor 5 Minuten körperliche Ruhe im Sitzen gegönnt hat.
Gründe für einen Bluthochdruck
Sekundäre Hypertonie - hier ist der Bluthochdruck Folge einer bereits bestehenden Erkrankung:
Nierenerkrankungen
- Bei Entzündungen, Gefäßveränderungen, Zysten oder Tumoren der Nieren kann ein Bluthochdruck auftreten.
Störungen im Hormonhaushalt
- Ist der Hormonhaushalt gestört, kann ein Über- oder Unterangebot der Hormone zu einer Störung der Blutdruckregulation führen. Hier ist auch ein zu niedriger Blutdruck, eine so genannte Hypotonie, möglich.
Primärer (essentieller) Bluthochdruck
- Ca. 90% der Erkrankten müssen als primäre Blutdruckpatienten angesehen werden. Die Ursachen des Bluthochdrucks sind bei diesen Patienten nicht abschließend geklärt.
- Der primäre Bluthochdruck ist eine so genannte „Ausschlussdiagnose“ - sie darf erst gestellt werden, wenn andere Ursachen sicher ausgeschlossen worden sind.
Maßnahmen gegen hohen Blutdruck
Eine Veränderung des Lebensstils sollte als Grundlage jedweder Therapie dienen. Diese lohnt sich gleichermaßen für Patienten vor Beginn einer medikamentösen Therapie wie für solche, die bereits behandelt werden.
Faktoren, die den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-Risiko senken können, sind:
- Beendigung des Rauchens
- Abnehmen
- Verminderung des Alkoholkonsums
- körperliche Bewegung / Sport / Muskelaufbau
- Reduktion des Kochsalzkonsums
- gesunde Ernährung (Obst, Gemüse, wenig Fett)
Reichen Veränderungen des Lebensstils allein nicht aus, um den Blutdruck nachhaltig zu senken, kann eine medikamentöse Therapie notwendig werden.
Fazit
Je früher hoher Blutdruck erkannt wird, desto besser. Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle ist ein sinnvoller Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und hilft ein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen frühzeitig zu erkennen. Gerne messen wir Ihren Blutdruck in unserer Apotheke und beraten Sie bezüglich möglicher Gesundheitsmaßnahmen.
